22 April 2007
Vegas again + Mandalay Bay
Den letzten Tag in Vegas wollten wir noch einmal nutzten, um ein bisschen Sonne zu tanken. Glücklicherweise bekam ich von meinem Kollegen Randall eine Pool-Karte für die echt tolle Pool-Landschaft des The Hotel/Mandalay Bay mit künstlichen Wellen. Der Aufenthalt dort war sehr entspannend, doch leider holte ich mir dort einen Sonnenstich, die Wüstensonne sollte man nicht unterschätzen. Anschließend machten wir dann noch eine Rundfahrt mit der Las Vegas Monorail deren Strecke durch ca. 5 der riesigen Hotels am Las Vegas Boulevard führt. Den restlichen Tag musste ich dann auf dem Zimmer verbringen, um mich von meinem Sonnenstich zu erholen und auf den morgigen sehr langen Flug vorzubereiten.

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Mein $12 Margarita

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Ontario Mills - Outlet Mall
Heute (Dienstag) sind wir nach Ontario ca. 50 Meilen östlich von Los Angeles gefahren. Die Ontario Mills ist eine Outlet Mall mit 200 Geschäften. Hier gibt es nicht nur viele Marken-Klamotten an einem Platz, sondern auch zu unglaublichen günstigen Preisen. Es ist sehr schwer hier nicht mit vielen vielen Tüten und einiges weniger an Kohle wieder herraus zu kommen. Am späten Nachmittag mussten wir dann noch nach Las Vegas. Auf diesem Weg kommt der Wüstenort "Barstow", der am Anfang des Films "Fear and Loathing in Las Vegas" eine Rolle spielt. Hier fuhren wir extra vom Freeway auf den alten Highway 58 herunter, um ein paar Aufnahmen, ähnlich wie im Film, zu machen. Diese Aufnahmen werden wir dann zu einem späteren Zeitpunkt online stellen. In Las Vegas angekommen haben wir wieder in unserem beliebten Motel 6 eingecheckt und sind zeitig ins Bett, um den nächten und letzten Tag noch nutzten zu können.
Der Strand von Malibu & Ein paar Gedanken
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Gerade rechtzeitig um noch einmal in den Pazifik zu springen sind wir in Malibu angekommen. Als ich wieder aus dem sehr kalten Wasser heraus kam, mich auf mein Handtuch setzte und die letzten Sonnenstrahlen genoss, machte sich ein merkwürdiges Gefühl in mir breit. Die drei Wochen an der Westküste der USA waren nun fast vorbei und ich habe wirklich gemerkt, dass dieses Land es mir angetan hat. Auf der einen Seite war ich glücklich aus meiner Idee eine reelle Erfahrung gemacht zu haben und auf der anderen Seite traurig wegen der wahrscheinlich nicht allzu schnellen Rückkehr hierher. Selbstverständlich freue ich mich auch darauf wieder nach Hause zu kommen und meine Lieben zu sehen. Mir ist natürlich auch klar, dass irgendwann wieder der normale Alltag einkehren sollte, aber sollte man sich den nicht einrichten, wo es einem am besten gefällt? Vielleicht verfliegt dieses Gefühl in mir auch wieder, wer weiß, das wird sich zeigen. Die allseits bekannte miesmacherische Laune in "good old Germany" wird aber nicht verfliegen und Angesichts der begrenzten Zeit die man auf diesem Erdball hat, sollte man darauf nicht warten, vor allem bei einem kommendem WM-losen Sommer. Ach und die vielen Fähnchen die letzten Sommer zur WM bei uns zu sehen waren, sieht man hier das ganze Jahr über. Und hier kann man jetzt sagen, was man will und auch hinweg über alle außenpolitischen Aktivitäten der USA, der Amerikaner steht im Allgemeinen zu seinem Land und das erzeugt eine positive Grundstimmung im Land. In Deutschland dagegen kann man hinhören, wo man will, oft wird eben gemeckert. Woran liegt das nur?

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Tijuana
Heute morgen hat der Wecker bereits um 6 Uhr geklingelt, da wir eine Menge vor uns hatten. Im Motel 6, welches direkt am Flughafen von San Diego liegt, konnten wir allerdings erst spät einschlafen, da die Flugzeuge bis ca. 24 Uhr über unserem Zimmer hinweg donnerten. Auf dem Plan stand ein kurzer Besuch in Tijuana, der ersten Stadt hinter der Grenze von Mexiko und anschließdend die Rückfahrt nach Malibu/Los Angeles zum Baden. Als wir zu Fuß die Grenze zu Mexiko überquert hatten, wurden wir sofort von hunderten mexikanischen Taxifahrern mit "Hey Guys, Taxi" belagert. Sie wollten uns für $5 nach Downtown Tijuana fahren, wo ein bisschen mehr los war. Nachdem wir die Stände mit immer wiederkehrendem Angebot hinter der Grenze überflogen hatten, fuhren wir schließlich nach Downtown. Dort angekommen bot sich uns aber ein ähnliches Bild und wir waren schnell von dem dann echt nervenden "Hey guys" dies und "Hey guys" das genervt. Ein Typ bot uns dann vor seiner Bar einen Tequila "for free", da sagten wir nicht nein. Drinnen angekommen setzten sich plötzlich zwei leichtbekleidete "echt" hässliche junge Frauen auf unseren Schoß - ups, wo waren wir denn da gelandet. Sie zögerten auch nicht lang mit eindeutigen Einladungen - OK austrinken und raus hier, dachten wir. Sie ließen natürlich nicht locker und ich musste zweimal energisch "NO" sagen, bis sie sich verzogen. Puhh, da waren wir echt froh, als wir dort wieder draußen waren. Wir "genossen" also das sich uns gebotene Mexiko noch ein bisschen und machten uns dann wieder auf zur anderen Seite der Grenze.

Am Grand Canyon hatten wir ein sehr nettes Pärchen getroffen, die uns schon warnten, dass Tijuana nicht allzu toll sei und dass man doch weiter ins Land müsse, um die wirklich schönen Seiten Mexikos zu sehen. Die Versicherung unseres Mietwagens beinhaltete aber keine Absicherung für Mexiko, so dass wir hier die Grenze nur zu Fuß überqueren konnten und uns eigentlich ein kleiner Ausflug über die Grenze erst einmal ausreichte.
Venice Beach again
Venice Beach noch einmal, wie es leibt und lebt - mit vielen (verrückten) Menschen und viel Sonne. "Die Hälfte aller Verrückten lebt in 50 Meilen Umkreis von Los Angeles", stöhnte US-Präsident Harry Truman einmal und Venice ist glaube ich der Mittelpunkt.

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Jim und ich. Er lebte übrigens hier in Venice und hier haben "The Doors" auch zueinander gefunden.

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Die kleinen Kanäle von Venice Beach sind einfach "beautiful". Hier zu leben wäre ein Traum.

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Schließlich ein Foto mit einer sehr tollen Bedienung aus dem Hooters. Das Hooters gehört definitiv zur amerikanischen Lebensweise dazu. Rustikales Interior, Plasma Bildschirme mit Basketball-Übertragungen, ausgelassene Geburtstagsfeiern und jeder wird mit einbezogen - wirklich für die ganze Familie etwas, aber gut, für die Männer ist es dort schon etwas Besonderes, wie man sehen kann.